Hallo, mein Name ist David, ich bin 19 Jahre alt und mache zur Zeit ein FSJ in der DRK Tagespflege in Görlitz. Meine Aufgaben sind vielfältig und umfangreich. Ich habe immer was zu tun und mir wird nie langweilig.

Meine Aufgaben fangen schon mit dem Frühstück machen für die Tagesgäste am Morgen an. Zum Frühstück machen zählen Brötchen holen, Brötchen aufschneiden und schauen, welcher Tagesgast welche Sorte Brötchen und welche Sorte Brot gerne isst. Dann schmiere ich die Brötchen für Tagesgäste, die es selber nicht machen können oder es selber nicht schaffen. Ich koch auch meistens noch Kaffee, wenn das noch keiner von meinem Kollegen gemacht hat.

So gegen halb 9 kommen die ersten Gäste. Denen helfe ich beim Ausziehen der Jacke und der Schuhe. Dann bringe ich sie zum Platz. Wenn alle Tagesgäste da sind, gibt es Frühstück. Da werden die Brötchen verteilt und die Wurst und der Kaffee. Nachdem alle gegessen haben, räume ich den Tisch ab und räume den Geschirrspüler ein. Gegen 10 Uhr gehen wir rüber zur Beschäftigung. Da machen wir Sport, wie zum Beispiel Kegeln oder Schwungtuch oder so was. Nebenbei stellen  wir noch ein paar Fragen und haben auch so was zum Nachdenken für die Tagesgäste. Um halb 12 gibt es Mittagessen. Meine Aufgaben sind es, das Essen und den Kompott zu verteilen.

Und wenn sie fertig sind mit essen, dann räume ich den Tisch ab. Danach geht es für die Tagesgäste zum Mittagsschlaf. Natürlich mach ich nicht nur hauswirtschaftliche Sachen, sondern auch pflegerische Tätigkeiten, wie zum Beispiel Toilettengänge. Ich darf bloß keine Tabletten reichen oder stellen und auch kein Insulin spritzen. Das ist dann die Aufgabe der Pflegefachkraft. Nach dem Mittagsschlaf gibt es Vesper, also Kaffee und Kuchen für die Tagesgäste.

Nach dem Kaffee und Kuchen gehe ich den Müll zusammen sammeln und schaff ihn auch weg. Nach dem Müll wegbringen, fülle ich die Beutel bei den Mülleimern wieder auf. Gegen 15.45 Uhr kommen dann die ersten Autos und holen die Tagesgäste ab. Das heißt, ich ziehe ihnen die Straßenschuhe wieder an und die Jacke. Nachdem alle Tagesgäste in den Autos sind, decken wir den Tisch für den nächsten Tag ein. Ich nehme mir dann die schmutzigen Wischlappen und Handtücher und schaffe sie hinter in die Waschmaschine.

Wenn alles erledigt ist, machen wir Feierabend. Ich schau, ob alle Fenster zu sind und ob ich an alles gedacht habe. Ja, es klingt jetzt sehr nach viel Hauswirtschaft und wenig nach direktem Kontakt mit den Tagesgästen und Unterhaltungen. Aber es ist ganz anders. Man arbeitet Hand in Hand mit den Tagesgästen zusammen und kann so viele Gespräche führen und viel erfahren über die Gäste und somit auch eine persönlichere Verbindung aufbauen.

Text: David, Foto: whitfieldink from Pixabay

Hand in Hand mit den Tagesgästen

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