Am 05. September, einem sonnigen Montag in Dresden, fand im Sächsischen Landtag mal wieder eine Anhörung des Ausschusses für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt statt. Eigentlich nichts Besonderes, könnte man meinen. Für alle, die etwas mit Freiwilligendiensten in Sachsen zu tun haben, aber schon! Denn bei dieser Ausschussanhörung ging es um einen Antrag der Regierungskoalition zur Erarbeitung eines „Gesamtkonzepts für attraktive Jugendfreiwilligendienste im Freistaat Sachsen“. Dieser Antrag ist u.a. aus vielen Gesprächen mit Abgeordneten und dem langjährigen Einsatz für die Freiwilligendienste in Sachsen durch so einige Generationen von Landessprecher*innen, die LAG Freiwilligendienste und die Fachstelle Freiwilligendienste Engagiert dabei hervorgegangen. Er beinhaltet z.B. die „Prüfung der perspektivischen Nutzung des Bildungstickets“ und die „Prüfung einer generellen 35-h-Woche als Vollzeit“ für Freiwillige im FSJ, FÖJ und BFD.

Um zu den im Antrag formulierten Vorhaben eine Einschätzung aus der Praxis zu erhalten, war ich – Janne – als eine der Landessprecher*innen gemeinsam mit Detlef Graupner von Engagiert dabei und Tilo Moritz (Valtenbergwichtel e.V.) und Sophie Subatzus (AWO Landesverband Sachsen e.V.) aus dem LAG Vorstand als Sachverständige zur Anhörung eingeladen.

Ich habe mich also am 05.09. auf den Weg nach Dresden gemacht und als wäre ich nicht schon aufgeregt genug gewesen, hatte die DB (natürlich) Verspätung. Nachdem ich es doch noch rechtzeitig zu einer kurzen Rücksprache mit Sophie, Tilo und Detlef geschafft hatte, haben wir uns zusammen auf den Weg zum Landtag gemacht. Dort haben wir dann recht schnell unsere Plätze vorne im Plenarsaal gefunden. Da unser Part der Ausschusssitzung 13 Uhr begann, kamen die Abgeordneten nach und nach aus der Mittagspause zurück. Darunter auch Kathleen Kuhfuß (B´90/Die Grünen) und Juliane Pfeil (SPD), mit denen wir beim letzten Treffen im Landtag bereits gesprochen hatten. Vor der Anhörung habe ich außerdem mit den anderen Sachverständigen zusammen ein kurzes Radiointerview für den MDR gegeben und ein paar Worte zur Freiwilligen-Perspektive auf den Antrag gesagt. Als die Ausschussvorsitzende schließlich die Anhörung eröffnete, war neben vielen Ausschussmitgliedern auch Petra Köpping, die sächsische Sozialministerin mit dabei. Tilo, Detlef, Sophie und ich haben unsere Statements vorgetragen, für die wir als Sachverständige jeweils 10 Minuten Zeit hatten. Ich habe in meinem Statement den Antrag begrüßt, aber auch noch einmal auf die Dringlichkeit einzelner Punkte, bspw. des Bildungstickets oder der Reglungen zur Arbeitszeit, verwiesen. In der Rückfragerunde der Abgeordneten kamen viele Fragen nach unseren Prioritäten oder zu konkreten Zahlen, von denen wir viele in der Großen Umfrage erhoben hatten. Auch Ministerin Petra Köpping hat uns für unsere Einschätzung gedankt. Mit ihr konnten wir Sachverständigen am Ende der Anhörung auch kurz unter 10 Augen reden.

Bei der Ausschussanhörung ist der Eindruck entstanden, dass im Großen und Ganzen politische Einigkeit über den Antrag herrscht. Jetzt bedarf es aber noch der Einigung über die finanziellen Mittel zur Umsetzung der Ziele. Das Konzept der Koalition soll bis Ende 2022 vorliegen.

Interessiert Dich mein Redekonzept? Dann kannst Du es hier lesen: Redekonzept Anhörung DS 7_10139

Text und Fotos: Janne Bieräugel (FSJ-Landessprecherin)

 

Es geht voran – Anhörung zu den Jugendfreiwilligendiensten im Landtag

Ein Gedanke über “Es geht voran – Anhörung zu den Jugendfreiwilligendiensten im Landtag

  • 26. September 2022 bei 22:17
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    Vielen Dank Janne für dein wunderbares Engagement für zukünftige Freiwilligendienstleistende in Sachsen.

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