In diesem Jahr konnte ich sehr viel über Umweltthemen, wie es ist, mit Kindern zu arbeiten, und auch über mich selbst lernen. Die Arbeit im Umweltbildungsbereich war eine der prägendsten Erfahrungen, die ich bisher erleben durfte. Ich habe in diesem Jahr mit so vielen tollen Menschen zusammen arbeiten dürfen und habe zudem erfahren, wie ich Wissen an Kinder vermitteln kann.

Während meiner Tätigkeit in meiner Einsatzstelle sind meine Kolleg*innen und ich meistens in andere Einrichtungen, wie zum Beispiel Kindergärten und Schulen, gefahren. Dort haben wir verschiedene Programme mit Kindern durchgeführt. Diese Programme hatten immer einen Bezug zur Natur, wie z. B. das Bienenprogramm. Beim Bienenprogramm haben wir den Kindern deren Lebensweise sowie einige Schutz- und Hilfsmaßnahmen näher gebracht. Beispielsweise bauten wir gemeinsam aus gereinigten Katzenfutterdosen und selbst geerntetem Schilf, Nisthilfen für Insekten. Beim Sammeln des Schilfes achtete ich darauf, diesen nicht während der Brutzeit zu ernten, um eine Störung der Vögel währenddessen zu vermeiden. Außerdem gehörte die Vorbereitung und Nachbereitung diverser Programme/Veranstaltungen zu meinen Aufgaben.

Zum absoluten Höhepunkt meines FÖJ zählten für mich die Wildniswochen in den Sommerferien. Innerhalb einer Woche konnten Kinder mit uns lernen, wie man Spuren liest, sich im Wald orientiert, schnitzt und wie man ein Feuer macht. Dabei konnte ich alle gesammelten Erfahrungen anwenden und einige Programmpunkte selbst anleiten.

Ich empfand es immer sehr schön, mit Kindern zusammenzuarbeiten. Meine Tätigkeiten im FÖJ haben mich insbesondere dazu inspiriert, eine pädagogische Laufbahn einschlagen zu wollen.

Zusätzlich zu meinen eigentlichen Aufgaben im FÖJ hatte ich auch die Möglichkeit, an einem Kettensägenlehrgang und einem Obstbaumschnittseminar teilzunehmen. Die dabei erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten konnte ich während der Ausgangssperre aufgrund der Corona-Pandemie zur Anwendung bringen. Mit zwei weiteren FÖJler*innen bin ich zu dieser Zeit auf die Streuobstwiese „Ochsenberg“ in Neukirchen-Wyhra gefahren. Dort haben wir uns von Baum zu Baum gearbeitet und diese beschnitten. Es hat mir gut getan, dass ich während des Lockdowns auf Arbeit gehen konnte, auch wenn meine eigentlichen FÖJ-Tätigkeiten ein wenig in den Hintergrund rücken mussten.

Weiterhin hatte ich das Glück, dass sich neben meinem noch zwei weitere FÖJ-Tätigkeitsbereiche in der Ökostation befinden: Zum einen die Pflegestation für verletzte Wildtiere, von welchen wir die Katzenfutterdosen bekamen, und zum anderen der  Landschaftspflegebereich, der z. B. für die Pflege und die Beweidung von schützenswerten Biotopen verantwortlich ist. Es war immer jemand in der Nähe, so dass ich mich mit anderen austauschen und wir uns gegenseitig unterstützen konnten.

Schön waren auch die jeweiligen Seminarvorbereitungstreffen. Hier hatte ich immer die Gelegenheit, die anderen FÖJler*innen zu sehen und mich mit ihnen zu unterhalten. Die durchgeführten Seminarwochen waren immer cool und selten langweilig. Die Abende am Lagerfeuer charakterisierten ein gemütliches Zusammen- und Verbundensein. Nur das Stockbrot hätte besser sein können :-). Die Seminare würde ich ein bisschen mit Klassenfahrten vergleichen, nur mit cooleren Leuten.

Zum Schluss möchte ich mich bei allen für die tolle Zeit bedanken.

Philipp Bucklisch (22 Jahre) – FÖJ 2019-2020 beim  NFG Ökologische Station Borna-Birkenhain e.V.

 

Eine der prägendsten Erfahrungen, die ich bisher erleben durfte- Mein FÖJ im Umweltbildungsbereich der NFG Ökologischen Station Borna-Birkenhain e.V.

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