Heyo, ich bin Maurice, 19 Jahre und komme aus einer Kleinstadt im Obervogtland. 
Zudem habe ich die große Ehre, Teil des diesjährigen Landessprecher*innen-Teams sein zu dürfen. Eine kleine, aber feine Gruppe aus elf ziemlich kreativen und coolen Persönlichkeiten.♡♡♡
Ich hab sehr vielfältige Interessen: Von Historie, Kunst und Fotografie bis hin zu Musik und Design ist fast alles dabei. Aber meine wohl größte Leidenschaft ist, meine Kreativität ausleben zu können. Das tue ich schon, seit ich denken kann. Daraus hat sich auch ein Traum meinerseits entwickelt: Spuren zu hinterlassen, mein Inneres nach außen zu tragen und mir nebenberuflich etwas aufzubauen. Ohne viel vorwegzunehmen, könnt ihr gern mal auf Insta vorbeischauen: @fez.art_m 🙂
Allerdings steckt in mir auch eine wissbegierige und soziale Ader, weshalb ich mich für ein FSJ entschieden habe, um mich beruflich orientieren zu können. Meine Einsatzstelle ist die Rehaklinik namens ,,Vogtland-Klinik“ in Bad Elster und mein Träger ist Gemeinsam-Ziele-Erreichen aus Zwickau. Dort bin ich in den Praxen sowie beim psychologischen Dienst tätig.
Medizin und Psychologie also?
Genau richtig. So komplett bin ich mir noch nicht sicher, in welche Richtung es gehen soll. Deshalb finde ich das Freiwillige Soziale Jahr perfekt, als Überbrückung, um für mich herauszufinden, was ich beruflich wirklich will.
Was ich allerdings schon immer wollte, war, Menschen zu helfen. Deshalb bietet mir meine Einsatzstelle die perfekte Gelegenheit, diesem Bedürfnis nachzugehen. Primär habe ich mit Krebspatienten zu tun, was natürlich auch ein hartes Pflaster sein kann, wenn man auf Menschen trifft, bei denen die Heilungschancen aufgrund der fortschreitenden Krankheit leider sehr niedrig stehen. Umso motivierter bin ich, wenn ich meinen Patienten ein gutes Gefühl geben kann und sie mit einem Lächeln gehen sehe.
Ergänzend zu meiner Person: Ich habe mich – ebenso wie Lucy – nach meinem Realschulabschluss dazu entschieden, das Abitur zu absolvieren. Jeder, der den gleichen Weg eingeschlagen hat, weiß, wie hart es ist, innerhalb von einem Jahr sich an ein anderes Lernsystem anpassen zu müssen und danach sofort wieder in ein anderes (Oberstufe) hineingeworfen zu werden, in dem es auf einmal keine Noten mehr, sondern Punkte gibt. Unabhängig davon hat jeder meinen größten Respekt, der sich durch unser brüchiges Schulsystem durchgeboxt hat.
Während meiner Schulzeit hatte ich das Gefühl, dass größtenteils nur durch mich hindurch gesehen wurde. Deshalb ist es mir heute umso wichtiger, gesehen zu werden, dass wir gesehen und vor allem ernst genommen werden.
Deshalb habe ich (wir) es mir zur Aufgabe gemacht, die Stimme derer zu sein, die nicht gehört werden. Weil ich der Meinung bin, dass wir mehr sind, als wir glauben zu sein, und weil wir uns lieber an die Hand nehmen und füreinander einstehen sollten, wollte ich Landessprecher werden. Denn nur gemeinsam können wir für Veränderung sorgen und zusammen können wir das auch schaffen.
Abschließend bin ich also sehr dankbar, dass wir dieses Jahr das Sprachrohr für euch sein dürfen. Darauf, dass wir brick by brick für Verbesserungen sorgen und die Jahrgänge nach uns dem gleichkommen werden.
We are all equal. One Love.
